Die Geschichte der Elsenlinde

Erbaut wurde die Villa ab 1898. Sie diente als Sommersitz des Generals Dr. Curt von Raab, der in verwandtschaftlicher Beziehung zu den v. Kospoths stand. Dieser machte sich einen Namen in der Erforschung geschichtlicher Grundlagen im Vogtland. In Plauen existiert heute noch die Raabstraße, die nach ihm benannt wurde. Am 1.1.1908 verstarb Dr. Curt von Raab in Niederlößnitz. Er wurde im Beisein des sächsischen Königs, dessen militärischer Lehrer er war, beigesetzt. Das Grab auf dem Neustädter Friedhof existiert leider nicht mehr. In Folge dessen ging das Landhaus in den Besitz der Familie v. Kospoth über. Erst 1914 wurde die Fertigstellung an die Amtshauptmannschaft gemeldet. Nach dem 2.Weltkrieg zogen viele Familien ein. Unter anderem wohnten Familie Rudolf Dölz, Fam. Johannes Moosburner, Fam. Michaelis in diesem Gebäude. Angela v. Kospoth bewohnte bis zu ihrem Tod einen Teil der 1. Etage. Ab 1965, nach dem Verkauf des Gebäudes an den Rat des Kreises, zog das Landambulatorium (Ambu) ins Gemäuer ein. Herr FA Hander als Arzt und Herr Dr. Schwentzer als Zahnarzt sind für viele noch ein Begriff. Im Keller befand sich bis zur Wende eine Gemeindeschwesternstation und ein Labor. Herr FA Hander bewohnte die 1.Etage. 1994 verkaufte das LRA Plauen das Haus an die Baufirma Knoll. Diese hatte ihren Sitz, sowie ihre Büros im Erdgeschoss bis 1999. In dieser Zeit wurde die Außenhaut rekonstruiert. Seit 2001 ist die Elsenlinde in der Hand der Familie Reichardt. Nach notwendigen Umbau und Erhaltungsmaßnahmen zog am 1.Advent 2005 die Zahnarztpraxis ins Erdgeschoss ein.